Michael Lange fand nicht zur Kunst - die Kunst fand zu ihm zurück.
Schon als Jugendlicher war Kreativität sein natürlicher Ausdruck. Der Wunsch, Kunst zu studieren, war groß, doch die politischen Gegebenheiten der DDR verhinderten diesen Weg. Die Kunst rückte in den Hintergrund, verschwand jedoch nie ganz.
Viele Jahre später, in einer Zeit persönlicher Herausforderungen, griff Michael Lange erneut zu Farben und Materialien. Was als Suche nach Orientierung begann, entwickelte sich zu einer leidenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten künstlerischen Ausdrucks.
Heute versteht er seine Arbeit nicht als klassische Malerei. Seine Werke entstehen durch Experiment, Intuition und den Dialog mit dem Material. Farbe wird dabei nicht nur eingesetzt, sondern erforscht. Strukturen wachsen, brechen auf, verbinden sich neu und erzählen von Veränderung, Widerstandskraft und Entwicklung.
Mit der von ihm entwickelten Technik AquaCraquelé schuf Michael Lange eine eigene Form der experimentellen Abstraktion. Die charakteristischen Oberflächen verleihen seinen Arbeiten Tiefe und Individualität und machen den Entstehungsprozess selbst zum sichtbaren Teil des Werkes.
Seine Kunst lädt dazu ein, Bekanntes loszulassen und sich auf das Unvorhersehbare einzulassen - so wie er selbst es auf seinem Weg getan hat.
Anmerkung:
Die von Michael Lange entwickelte Maltechnik AquaCraquelé wurde erstmals am 24.06.2020 in dem Werk "Apocalyptic Charm" angewandt und vollendet. Dieses Datum markiert den Ursprung der Technik.
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